Der Schmalkaldische Bund

Museum Schloss Wilhelmsburg





Museum Schloss Wilhelmsburg


Seit Mitte der 1990er Jahre erwartet die Ausstellung "Aufbruch in die neue Zeit" im ersten Stockwerk des Schlosses Wilhelmsburg seine Gäste.
Die am Südwesthang des Thüringer Waldes gelegene Fachwerkstadt Schmalkalden präsentiert sich mit ihren geschichtlichen Ereignissen von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert. Die Besitzer der Stadt wechselten häufig.
Die Ausstellung führt in ein nicht nur für Schmalkalden bewegtes Zeitalter. Landgraf Philipp zu Hessen bekannte sich von Anfang an zu den lutherischen Ideen und führte als erster Landesherr 1526 die Reformation in seinem Territorium ein. Das 16. Jahrhundert war geprägt von der Abwehr der osmanischen Eroberungspolitik und von konfessionellen Streitigkeiten. Das Papsttum befand sich in einer ernsthaften Krise. Daraufhin spaltete sich die Alte Kirche in zwei Konfessionen. Anschaulich geht die Ausstellung auf Martin Luther und die Folgen seiner Ideen ein. Erst 1555 besiegelte der Augsburger Religionsfrieden die langjährigen Religions- und Verfassungskämpfe im Reich. Die lutherische Konfession wurde anerkannt und war der katholischen gegenüber gleichberechtigt. Der Augsburger Religionsfrieden war eine weltliche Friedensordnung. Der Streit zwischen den Konfessionen blieb gleichwohl bestehen.
Ausführlich wird die Geschichte des Schlosses Wilhelmsburg beleuchtet, die ihren Namen dem Erbauer, Landgraf Wilhelm IV. verdankt. Sein Sohn Landgraf Moritz gilt als Vollender der Schlossanlage. Aus der Zeit ab 1590 sind bemerkenswerte Räume im Schloss erhalten.

Den Bogen durch die Geschichte beendet die Vorstellung des Vereins für Hennebergische Geschichte und Landeskunde in Schmalkalden. Indem Rechtsanwalt Dr. Otto Gerland seine Sammlungen 1877 in das Schloss überführte war die Geburtsstunde des Schlossmuseums gekommen.

Die neue Dauerausstellung
Der Schmalkaldische Bund - politischer Arm der Reformation!
wird am 29. April 2017, 18.00 Uhr eröffnet.
Nach der festlichen Ausstellungseröffnung durch Ministerpräsident Bodo Ramelow
ist die eindrucksvolle Ausstellung ab 20 Uhr - 22 Uhr für jeden interessierten Gast freigegeben.
Eine faszinierende kunstvolle Illumination rückt bei Einbruch der Dunkelheit das Reformationsjubiläum wie auch Schloss Wilhelmsburg ins rechte Licht. Das darf sich niemand entgehen lassen!
Für das leibliche Wohl und musikalische Begleitung durch die Musikschule Schmalkalden ist gesorgt. 
Auch am 30.April ist die Ausstellung zum Schmalkaldischen Bund bis 22 Uhr geöffnet,  die  ILLUMINATION LUTHERJAHR 2017 wird nochmals gezeigt. und für das leibliche Wohl ist gesorgt.


Die Kopie der mittelalterlichen Malereien nach dem Epos Iwein (Original im Hessenhof zu Schmalkalden) entführt in die Sagenwelt von König Artus und Ritter Iwein.
Weitergehende Informationenn bietet der Audio-Guide, den man an der Museumskasse für 2,- € Gebühr und 20,- € Pfand leihen kann.


Schloss Wilhelmsburg ist eine Perle unter den Renaissance-Schlössern in Deutschland. Die lichtdurchflutete Schlosskirche aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert gehört zu den beeindruckendsten evangelischen Kirchenbauten dieser Zeit. Sie entspricht in hervorragender Weise den Ansprüchen an einen evangelischen Kirchenbau. In idealer Weise sind Tischaltar, Kanzel und die kleine höchst feine „hölzerne“ Orgel vertikal übereinander angeordnet.
Die Renaissance-Orgel zählt heute zu den bedeutendsten noch spielbaren Orgeln Europas. Daniel Meyer, berühmter „Orgelmacher“ aus Göttingen, schuf sein Instrument im Auftrag Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel von 1587 bis 1589 speziell für die Kapelle der Wilhelmsburg. 252 hölzerne Orgelpfeifen, ein Manual (kein Pedal), 6 Register, bestehend aus Lippen- und Zungenpfeifen geben der Orgel ihre außergewöhnliche Klangfarbe zwischen südländischen weichen und im Norden üblichen herberen Klängen. Seit 1976 veranstaltet das Museum die Internationale Konzertreihe mit der Renaissance-Orgel in der Schlosskirche. Heute in unserer schnelllebigen Zeit ermöglichen die Konzerte diese Konzerte dem ursprünglichen einzigartigen Klang dieser Königin der Instrumente nachzuspüren und den Raumeindruck der Schlosskirche mit allen seinen Façetten zu genießen.

2017 - Internationale Konzertreihe mit der Renaissance-Orgel - Klänge wie zu Luthers Zeiten
28. Mai 2017, Sonntag 17 Uhr
170. Konzert mit der Renaissance-Orgel
Von der Lebensfreude
Eine Spurensuche in der Tastenmusik der Spätrenaissance und des Frühbarock in Form einer abenteuerlichen Bildungsreise durch Europa
Werke von Isaak, Hofhaimer, Cabezon, Merulo, A.Gabrieli, Sweelinck, Scheidt u.a. Peter Waldner , Innsbruck - Orgel

25. Juni 2017, Sonntag 17 Uhr
171. Konzert mit der Renaissance-Orgel
Eine musikalische Reise mit „Im-Puls“ – Garantie - Auf Barockposaunen gespielt um die Königin der Orgel bereichert
Werke von J.Pachelbel, G. Gabrieli, Vejvanowski, Priuli, Agazzari, Sweelinck u.a.
Daniel Beilschmidt – Orgel / Ensemble Percussion und Posaune Leipzig

20. August 2017, Sonntag 17 Uhr
172. Konzert mit der Renaissance-Orgel
Adieu, adieu ... Umbrüche - Abschied vom Mittelalter & Neue Klänge
Werke von Dufay, Paumann, Agricola, Ganassi, Verbonnet, Blithman, Merulo u.a.
Hans-Georg Kramer, italienische Renaissance-Diskantviole, Ingelore Schubert, Orgel

1. Oktober 2017, Sonntag 17 Uhr
173. Konzert mit der Renaissance-Orgel
Cantate Domino - Geistliche Lieder und Consortmusik des 16. und 17. Jahrhunderts
Werke von Schütz, Schein, di Lasso und M. Praetorius
Capella Fuldensis

Preis pro Konzert:
12,- € / erm.:10,- €
Kartenvorbestellung und -verkauf:
Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, Tel.: 03683.403186 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!