Der Schmalkaldische Bund

Museum Schloss Wilhelmsburg








Museum Schloss Wilhelmsburg
 

Das Schloss Wilhelmsburg ist eine Perle unter den Renaissance-Schlössern - nicht nur Deutschlands.
Das Museum Schloss Wilhelmsburg ermöglicht einen Rundgang durch die im Original erhaltenen Schlossräume. Besucher können ehemalige Wohnräume besichtigen, die Schlosskirche, den Weißen Saal, die Räume der Kleinen Galerie, den großen Festsaal, das Tafelgemach wie auch die Schlossküche und das Gemach des Bauherrn im Erdgeschoss.
Lassen Sie sich beeindrucken von der einzigartigen künstlerischen Ausstattung des Schlosses Wilhelmsburg - vom charakteristischen, reichen Formenschatz der Spärenaissance im gesamten Haus.
Ausführlich wird die Geschichte des Schlosses Wilhelmsburg beleuchtet, die ihren Namen dem Erbauer, Landgraf Wilhelm IV. zu Hessen-Kassel, verdankt. Sein Sohn Landgraf Moritz gilt als Vollender der Schlossanlage. Die museale Ausstellung gibt Einblicke in die höfische Kultur und Gesellschaft am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Regierenden des Hauses Hessen-Kassel, die Zeit des Dreißigjährigen Krieges und die Napolionische Zeit in Schmalkalden werden ebenso vorgestellt.
Den Bogen durch die Geschichte beendet die Vorstellung des Vereins für Hennebergische Geschichte und Landeskunde in Schmalkalden. Indem die Sammlungen des Vereins 1877 in das Schloss überführt wurden, begann die Geschichte des Schlossmuseums.

Die neue Dauerausstellung:
Der Schmalkaldische Bund - Beginn der Kirchenspaltung!  

Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes 1530/31 ist nicht nur eine erstmalige konfessionelle Blockbildung, sondern der Beginn der Kirchenspaltung in Europa.
Es ist Philipp Melanchthon, der diese These eindrucksvoll bestätigt. Er schreibt von der großen Tagung des Bundes im Jahr 1537 in Schmalkalden, als die Verbündeten das vom Papst geforderte Konzil in Mantua geschlossen ablehnen, dass jetzt „die Spaltung der Kirche verewigt wird mit allen Folgen“.
Der Schmalkaldische Bund reichte von Riga bis Straßburg, von Bremen und Hamburg bis nach Konstanz und Memmingen. Mächtige Kurfürstentümer wie Kursachsen, die Herzogtümer Württemberg, Pommern und Braunschweig-Lüneburg und die Landgrafschaft Hessen sowie Reichs- und Hansestädte wie Magdeburg, Lübeck, Augsburg und Ulm gehörten zu den 50 Mitgliedern des Schmalkaldischen Bundes.
Nur im Schutz des Schmalkaldischen Bundes konnte sich die Reformation entwickeln und festigen; ohne ihn wäre Martin Luther wohl nur eine Fußnote in der Geschichte geblieben. Als es Kaiser Karl V. im Schmalkaldischen Krieg 1546/47 gelang, den Bund zu besiegen, hatte sich der Protestantismus in Europa inzwischen so gefestigt, dass er nicht mehr zu verdrängen war.
Die Ausstellung lässt Sie eintauchen in die Zeit des Schmalkaldischen Bundes. Aufstieg und Niederlage der Verbündeten, Intrigen und Verrat, Reisen und Kommunikation sowie die Organisation des Bundes zeichnen ein detailliertes Bild der Reformationszeit.
Mit ihrer spannenden Lebensgeschichte führt Herzogin Elisabeth von Rochlitz – das einzige weibliche Mitglied im Schmalkaldischen Bundes – durch die Ausstellung in den Kulissen Schmalkaldens. Zahlreiche Animationsfilme erzählen auf unterhaltsame Weise von den Ereignissen der Reformationszeit. Mit Leihgaben aus allen ehemaligen Mitgliedsständen des Schmalkaldischen Bundes sind die Mitglieder wieder in Schmalkalden versammelt.


Die Kopie der mittelalterlichen Malereien nach dem Epos Iwein (Original im Hessenhof zu Schmalkalden) entführt in die Sagenwelt von König Artus und Ritter Iwein.

Weitergehende Informationenn bietet der Audio-Guide, den man an der Museumskasse für 20,- € Pfand leihen kann.



Das Schloss erklingt 2018

Schloss Wilhelmsburg ist ein Juwel unter den Renaissance-Schlössern in Deutschland. Die lichtdurchflutete Schlosskirche aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert gehört zu den beeindruckendsten evangelischen Kirchenbauten dieser Zeit. Sie entspricht in hervorragender Weise den Ansprüchen an einen evangelischen Kirchenbau. In idealer Weise sind Tischaltar, Kanzel und die kleine höchst feine „hölzerne“ Orgel vertikal übereinander angeordnet.

Die Renaissance-Orgel zählt heute zu den bedeutendsten noch spielbaren Orgeln Europas. Daniel Meyer, berühmter „Orgelmacher“ aus Göttingen, schuf sein Instrument im Auftrag Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel von 1587 bis 1589 speziell für die Kapelle der Wilhelmsburg. 252 hölzerne Orgelpfeifen, ein Manual (kein Pedal), 6 Register, bestehend aus Lippen- und Zungenpfeifen geben der Orgel ihre außergewöhnliche Klangfarbe zwischen südländischen weichen und im Norden üblichen herberen Klängen. Seit 1976 veranstaltet das Museum die Internationale Konzertreihe mit der Renaissance-Orgel in der Schlosskirche. Heute in unserer schnelllebigen Zeit ermöglichen die Konzerte, dem ursprünglichen einzigartigen Klang dieser Königin der Instrumente nachzuspüren und den Raumeindruck der Schlosskirche mit allen seinen Façetten zu genießen.

42. Internationale Konzertreihe mit der Renaissance-Orgel 

- 27. Mai 2018, Sonntag 17 Uhr - Schlosskirche

174. Konzert mit der Reanissance-Orgel
Das Hohelied der Liebe und Der Lobgesang Marias
ensemble singklang - Dresden
Martin Hesse - Orgel

 - 15. Juli 2018, Sonntag 17.00 Uhr  - Schlosskirche
175. Konzert auf der Renaissance-Orgel
Tastenmusik von Frescobaldi bis Bach
Johan Brower – Orgel & Cembalo

- 12. August 2018, Sonntag 17.00  Uhr - Schlosskirche
176. Konzert mit der Renaissance- Orgel
Andreas Conrad - Orgel

- 23. September 2018, Sonntag 17 Uhr - Schlosskirche
177. Konzert mit der Renaissance- Orgel
Pipes and reeds  - Lieder und Tänze mit Pfeifen und Zungen
Ulrike von Weiß – Gesang, Portativ, Indisches Harmonium
Claus von Weiß – Gesang, Dudelsäcke, English Concertina

Preis pro Konzert:
12,- € / erm.:10,- €
Kartenvorbestellung und -verkauf:
Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, Tel.: 03683.403186 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!